Favoriten, Wien X

Das Arbeitsgebiet von Back on Stage 10 umfasst das s.g.Innerfavoriten im 10. Bezirk. Dies ist begrenzt durch die Bezirksgrenze im Norden, das Bahn­gelände und die Südosttangente im Osten, die Rax- und Grenzackerstraße im Süden und die Triesterstraße im Westen.

Innerfavoriten weist einen stark ur­banen Charakter auf, der von den BewohnerInnen als das Zentrum des Bezirkes bezüglich Freizeitgestaltung und gute Einkaufmöglichkeiten in der Einkaufstraße Favoritenstraße wahr­genommen und genützt wird. Der Reu­mannplatz ist nicht nur ein Knotenpunkt für die NützerInnen der öffentlichen Verkehrsmittel, sondern ist auch ein freizeitorientierter Treffpunkt für viele jungen Frauen und Männer, die dyna­mische, multikulturelle Lebensweisen führen.

Innerfavoriten ist reich an kultureller Vielfalt und jugendlichen Bewohne­rInnen und spiegelt ein verstärktes Ab­bild dieser Phänomene in der Stadt.

Es handelt sich hier um ein sehr dicht bebautes Wohngebiet, in dem es immer weniger Freiflächen gibt. Die Freiräume, die sich den Jugendlichen bieten, sind die Parks, die Favoriten­straße, Cafes und die Innenhöfe von Gemeindebauten.

Die Verlängerung der U1-Linie nach Rothneusiedl lässt noch auf sich warten, bis dahin bleibt der Reumannplatz der wesentliche Knotenpunkt für den öffentlichen Verkehr.

Mehrere Bus- und Straßenbahnlinien haben hier ihren Anfangs- bzw. End­punkt, vom Reumannplatz ausgehend kann ganz Favoriten mit Straßenbahn- und Buslinien erreicht werden.

 

Das Subteamgebiet West reicht von der bereits erwähnten Triesterstraße bis zur Laxenburgerstraße. Im nörd­lichen Bereich dieses Gebietes, also vom Gürtel bis etwa zur Troststraße ist dieses Gebiet durch Altbauten dominiert. Mittlerweile mischen sich mehr und mehr Neubauten dazu, wie die Bauten in der Landgutgasse. Durch die Bautätigkeiten des neuen Zentralbahnhofes erwarten wir in den nächsten Jahren einerseits eine positive Aufwertung des Viertels und des Bezirkes. Andererseits ist auch ein Zuwachs der Zielgruppen in unserem Arbeitsgebiet zu erwarten.

Im südlichen Bereich (zwischen Trost- und Raxstraße) dominieren Gemeinde­bauten aus den 20er- bis 60er-Jahren, hinzu kamen in den letzten Jahren einige neue Gemeinde-, Genossen­schafts- und Eigentumsbauten. Die Infrastruktur für Jugendliche ist hier in keiner Weise besser als im nördlichen Teil. Auch hier wird sich in den kom­menden Jahren viel verändern, da im Bereich des ehemaligen Eisring Süd nun endgültig neue Wohnbauten, aber auch eine In- und Outdoor-Sportanlage gebaut werden.

 

Im Subteamgebiet Ost ist im nörd­lichen Bereich, vom Südtirolerplatz bis zur Kenner- bzw. Steudelgasse, eine ähnliche Struktur wie im nörd­lichen Westgebiet zu beobachten. D.h. Altbauten, Substandardwohnungen, abgewohntes Gebiet, vereinzelte Neu­bauten. An Freizeitflächen gibt es hier den Humboldt- und Wielandpark und (im Bereich der Fußgängerzone) den Keplerpark. Östlich der Steudelgasse gibt es ein regelrechtes „Mischgebiet“ aus Altbauwohnungen und alten und neueren Gemeinde-und Genossen­schaftsbauten. Hier prallen die unter­schiedlichen Bevölkerungsstrukturen direkt aufeinander, mit den entspre­chenden Folgen und Problemen.

Schließlich ist der Bereich südlich der Kennergasse zum Einen bereits jetzt von Gemeinde- und Genossenschaftsbauten dominiert, zum Anderen wurden hier große Bauvorhaben umgesetzt – die City X (ehemalige Schmidt-Stahl-Gründe) ist fertig gestellt und auch Monte Laa (die Überplattung der Südosttangente mit Büro- und Wohnbauten) liegt in diesem Ge­biet und ist großteils schon bezogen.

Gefährdungs- und Problemlagen der Jugendlichen sind weiterhin aufgrund der angespannten Situationen am Ar­beitsmarkt, die durch die JASG Maß­nahmen im letzten Jahr etwas entschärft wurden. Die Mittellosigkeit und Armut verhindern weiterhin den Anspruch der Jugendlichen auf ein qualitatives Leben und führen zu den sogenannten Neben­wirkungen. Gewalterfahrungen und Gewaltausübung, sowie Abhängigkeits­verhältnisse sind die Themen, denen wir uns zu stellen haben.

Da die meisten dieser Gefährdungsla­gen im öffentlichen Raum verstärkt be­stehen, ist dies auch im Rahmenkonzept der Mobilen Jugendarbeit festgehalten. Wir setzen dieses Konzept entsprechend unserer Qualitätsmerkmale um und kön­nen festhalten, dass wir tatsächlich zu vielen dieser jungen Menschen tragfä­hige und vertrauensvolle Beziehungen aufbauen können und oftmals feststel­len, dass wir die Einzigen sind, zu denen diese Jugendlichen noch Kontakt halten und auch das Gespräch suchen.

Wir knüpfen an den Fähigkeiten und Ressourcen der Jugendlichen an, de­ren Talente vor allem in den Bereichen Sport und Jugendkultur (HipHop und Rap) liegen. Aber auch im Bereich der politischen Bildungsarbeit und Partizipa­tion der Jugendlichen in unserer Arbeit fallen das Wissen und Interesse vieler Jugendlicher auf.

So versuchen wir, gemeinsam mit den jungen Menschen ihre Lebensperspek­tiven und Handlungsmöglichkeiten zu erweitern, und letztendlich diese zu verbessern.