Back on Stage 10
Lage und Bedeutung im Stadtteil

 

Das Arbeitsgebiet von Back on Stage 10 ist nicht der gesamte 10.Bezirk, sondern das s.g.Innerfavoriten. Dies ist begrenzt durch die Bezirksgrenze im Norden(Gürtel und Arsenalstraße), die Südosttangente(A23) im Südosten, die Trost-bzw.Raxstraße im Süden und die Triesterstraße im Westen.

Eine Ausnahme bildet das Gebiet um den Böhmischen Prater, das zwar außerhalb der genannten Grenzen liegt, aber aufgrund der Besuche der Jugendlichen als Einzugsgebiet gilt und daher auch von Back on Stage 10 regelmäßig aufgesucht wird.

 

Die Mobile Jugendarbeit Back on Stage ist in Innerfavoriten  längst ein fixer Bestandteil der Infrastruktur und hat in diesem Arbeitsgebiet Kontakt zu ca.700 Jugendlichen. Das Arbeitsgebiet ist in zwei Subteamgebiete aufgeteilt, die von 3 bzw. 4 MitarbeiterInnen im Rahmen von Streetwork betreut werden.

Wie schon in den vorherigen Jahren ist die Situation
im Arbeitsgebiet bezüglich Suchtgiftmissbrauch als durchaus problematisch einzustufen – in diesem Bereich gibt es weiterhin laufende Kooperationen mit relevanten Einrichtungen, Vernetzungen im Rahmen des Basic Networks, bis hin zu Kontakten zum Wiener Drogenkoordinator.

Eine weitere unerfreuliche Tendenz betrifft die nach wie vor massiv expandierenden Wettbüros, die sich mittlerweile speziell in der kälteren Jahreszeit zu DEN Treffpunkten Jugendlicher, speziell arbeitssuchender Jugendlicher entwickelt haben und entsprechende negative Auswirkungen auf die Jugendlichen haben (Spielschulden,etc..).

Eine Veränderung in unserem Gebiet betrifft auch den Bereich südlich der Kennergasse: Hier gibt es bereits eine Reihe von Gemeinde-und Genossenschaftsbauten, dazu kommt die Umsetzung großer Bauvorhaben. Dies betrifft die ehemaligen Porr-Gründe, die Schmidt-Stahl-Gründe (nun City X) und die Überplattung der Südosttangente (Monte Laa). Der einzige Grünbereich in diesem Gebiet ist der Eisenstädterplatz (inkl.Alfred Böhm-Park), der bislang vor allem von Kindern intensiv genutzt wird. Hier ist jedoch ein weiterer Zustrom von Kindern und Jugendlichen aus den genannten neuen Wohngebieten zu erwarten. Diese Problemstellung ist allerdings auch bereits Thema im Rahmen von Treffen in der Bezirksvorstehung Favoriten, die, ausgehend von den „Dauerproblemen“ in der Ankerbrotsiedlung, auch bezüglich dieser neuen Wohngebiete weiterhin regelmäßig stattfinden werden, um Lösungen gemeinsam zu erarbeiten. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Zusammenarbeit mit dem neuen Bezirksjugendbeauftragten äußerst produktiv und fruchtbar ist.

Zur sozialen Struktur im Arbeitsgebiet ist festzuhalten, dass generell die Bevölkerung Innerfavoritens nicht der sozialen Oberschicht angehört. Dazu kommt ein speziell in Innerfavoriten hoher Anteil an zugewanderten BewohnerInnen mit großteils niedrigem Bildungsstand, was sich naturgemäß auch auf die Möglichkeiten und Ressourcen der Jugendlichen entsprechend auswirkt.

Problemlagen der Jugendlichen sind derzeit vorwiegend Perspektivlosigkeit in Bezug auf Berufswünsche, Arbeit generell und Lehrstellen im Besonderen.

Aneignungschancen bestehen für die Jugendlichen hauptsächlich in den Parks, in den Innenhöfen von Gemeindebauten ist dies meist sofort mit Konflikten mit anderen BewohnerInnen verbunden. Aber auch in den Parks sind viele Faktoren hinderlich, so z.B. Beschwerden von AnrainerInnen wegen Lärm – vor allem bei Ballspielkäfigen.

 

 

 Jahresbericht 2010

 Jahresbericht 2003/2004